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Jusos Pirmasens-Zweibrücken.

Jusos für Demokratisierung der Schulen :

Bildung

Anlässlich des bundesweiten Bildungsstreiks fand am Freitag, den 4. Dezember ein Diskussionsabend der Jusos Pirmasens-Zweibrücken in Kooperation mit der LandesschülerInnenvertretung (LSV) in der Berufsbildenen Schule Zweibrücken zum Thema (Schul-)Bildung statt.

Kritisiert wurde dabei unter anderem, dass die Beteiligung der SchülerInnen am Bildungsstreik gegenüber der Studierendenbewegung vor allem durch die Presse in den Hintergrund gestellt wird.
„Die Forderungen der SchülerInnen dürfen nicht zum fünften Rad am Wagen degradiert werden, denn schließlich ist die Schulzeit deutlich länger und auch hier sind gravierende Missstände zu verzeichnen!“ sagte die Vorsitzende der Jusos Pirmasens-Zweibrücken Nina Gunkelmann und spielte damit unter anderem auf die Undurchlässigkeit des mehrgliedrigen Schulsystems sowie den vor allem durch das G8-Abitur wachsenden Leistungsdruck an.

Zudem ist eine Demokratisierung des Bildungssystems auch und gerade in der Schule nötig.
„An den meisten Schulen haben die Schülervertretungen derzeit den Status eines Organisationsvereins. Von echter Mitbestimmung kann also nicht die Rede sein.“, so die LSV. Vielmehr sollten die SchülerInnen die Lehrpläne gemeinsam mit den LehrerInnen entwickeln und auch auf die Einstellung von LehrerInnen Einfluss nehmen können. Wer könnte schließlich besser entscheiden, was Lehrstoff werden sollte als die Betroffenen selbst?
Die Einführung von SchülerInnenbegehren und SchülerInnenkonferenzen könnte hier ebenfalls zur Demokratisierung und Mitbestimmung beitragen.
„Schule soll schließlich nicht nur dazu dienen, Wissen zu vermitteln sondern hat außerdem zum Ziel, SchülerInnen zu verantwortungsbewussten BürgerInnen zu erziehen. Dazu gehört natürlich auch, früh in Entscheidungsprozesse miteinbezogen zu werden“, so Markus Leidinger, stellvertrender Juso-Landesvorsitzender.

Doch um diese Forderungen durchzusetzen, müsste natürlich die Außenwirkung der SchülerInnenbewegung zunehmen. Die beiden ReferentInnen der LSV sehen als Grund für die Vernachlässigung ihrer Forderungen in der Berichterstattung eine weniger gute Vernetzung im Vergleich zu den Studierenden, wobei eine bundesweite Koordinierung bereits im Gange sei und sich die meisten LandesschülerInnenvertretungen mit dem bundesweiten Bildungsstreik solidarisieren. Außerdem fehle im Gegensatz zu den Studierenden, die den Bologna-Prozess kritisieren, das klare Feindbild.
„Auf keinen Fall darf man jedoch vergessen, dass ohne die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler am Bildungsstreik die Proteste nicht so wirkungsvoll auf die Straße gebracht werden könnten“, meint der stellvertretende Vorsitzende der LSV abschließend.
 

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